Direkt nach der Zeugnisausgabe starteten am Freitag 31 Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 18 Jahren mit ihren Skippern und Beteuern per Bus von Borghorst nach Lemmer zu einer Ferienfreizeit auf dem Ijsselmeer. Vorab mussten Gepäck und Lebensmittel für eine Woche in Bus und Anhänger verstaut werden, eine logistische Herausforderung (mehr...)
In Lemmer konnten die von der federführenden SSG Stormvogel Steinfurt die gebuchten 5 Boote, alle zwischen 46 und 50 Fuß groß, beladen und die Kabinen belegt werden. Die Schiffe hatten keine Schäden, Ruder, Ankerwinde, Pumptoilette, Autopilot und Navigationsinstrumente funktionierten einwandfrei. Es ist etwas anderes, als auf heimischen Seen Opties, Laser, Europe oder 420er zu segeln.
Für Teilnehmer und Betreuer/innen bedeutete der Törn vorrangig Segel setzen. bergen, reffen, schleusen, Kurse bestimmen, ankern und Sicherheitsanweisungen beachten. Das Leben auf engstem Raum bedeutete aber auch gegenseitige Rücksichtnahme, hellhörige Kabinen, Mitarbeit an Bord und das Tragen von Mitverantwortung.
Der Törn ging „Rund ums Ijsselmeer,“ Nacheinander wurden die Häfen von Stavoren, Maccum, Terschelling, Workum und Enkhuizen angelaufen. Bummeln und Stadtbesichtigungen standen ebenfalls auf dem Programm. Der Abstecher in die Waddensee nach Terschelling war für die Skipper wegen der Untiefen, dem engen Fahrwasser und der Gezeitenströmung eine nautische Herausforderung.
Der Törn war von gegenseitigem Vertrauen und gutem Teamgeist geprägt und endete mit einer kleinen Party in Lemmer. Die „alten Seebären „hatten sich gefreut, der Seglerjugend ihre Erfahrungen weitergeben zu können und trugen beim Abschied ein deutliches Lächeln in ihren Gesichtern.
Text: Reinhard Reppenhorst Fotos: Törnteilnehmer /RF